Herbst

Ich kann nicht behaupten, dass der Herbst zu meinen Lieblingsjahreszeiten zählt – vor allem, weil er den Abschied vom Sommer einläutet. Außerdem neige ich dazu, an grauen Nebeltagen niedergeschlagen zu sein. Aber auch hinter blassen Nebelschwaden strahlt die Sonne – daran mag ich mich erinnern!

In meinem Leben gab es einige „Nebelphasen“ – Zeiten, in denen alles grau und schwierig war, in denen sich das Glück hinter Wolken versteckte und ich mich ganz schön einsam fühlte. Wenn ich heute zurückblicke, erkenne ich, dass ich in diesen einiges Zeiten gelernt habe. Zum Beispiel, meine Umstände nicht als alleinige Grundlage für mein Befinden zu nehmen. Gott ist immer noch gut, auch wenn mein Leben das gerade nicht widerspiegelt. Mehr noch: sein Frieden ist für mich da, wenn ich mich an den Tröster wende und ihm meine Sorgen hinhalte. Gottes Friede ist höher als die Vernunft, sagt die Bibel. Also auch höher als mein Erleben, als mein subjektives Betrachten der Situation. So können die trüben Nebelzeiten dazu dienen, Gott zu suchen, Ihn im Dennoch zu finden.

Dann bricht die Sonne durch das Grau, und ich kann den Weg wieder sehen, der immer weiter geht – näher zu dem, der mich geschaffen hat und wirklich sieht.

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